Recycling Papier

Recycling Papier – eine Alternative ohne Nachteile

Auch wenn die Welt zunehmend digital wird und immer mehr Daten an Computern abgerufen, genutzt und verarbeitet werden, bleibt Papier ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Sowohl in Büros als auch in privaten Haushalten findet täglich ein enormer Papierverbrauch statt. Ein enormer Papierverbrauch bedeutet aber auch, dass nach wie vor natürliche Holz-Ressourcen, also Bäume beziehungsweise ganze Wälder weltweit gefällt werden. Dabei ist die nachhaltige Material-Alternative offensichtlich: Recycling Papier. Dennoch wird dieses noch immer nur unzureichend genutzt. Es sei nicht weiß genug, wäre von schlechter Qualität und halte bestimmten Anforderungen im Alltag wie beispielsweise bei Kopiermaschinen nicht stand. Dies sind nur einige falsche Vorwürfe gegen recyceltes Papier. Denn tatsächlich ist Recycling Papier inzwischen von so guter Qualität, dass Unternehmen und Privatleute ausschließlich Vorteile daraus ziehen – und die Natur sowieso.

Das sind die Ausmaße unseres Papierverbrauchs

Die Nutzung von Papier im Alltag ist ungemein vielfältig und reicht vom Offensichtlichen, dem Gebrauch als Schreib- oder Druckerpapier, bis hin zu eher unbewussten Sachen wie Toilettenpapier oder Verpackungen. Tatsächlich belegt Deutschland hinter Belgien und Österreich einen Spitzenplatz, was den jährlichen Verbrauch von Papier pro Kopf betrifft. Laut Umweltbundesamt sind es in Deutschland pro Tag im Schnitt 25 Seiten je Arbeitnehmer und auf das ganze Jahr gerechnet etwa 5.700 Seiten Papier, was letztlich ungefähr 250 Kilogramm ergibt. Diese Zahlen verdeutlichen nicht zuletzt das enorme Einsparpotenzial mithilfe von Recyclingpapier.

Falsche Vorurteile gegenüber Recycling Papier

Einerseits findet der Einsatz von recyceltem Papier einfach deswegen nicht statt, weil das Bewusstsein dafür fehlt. Andererseits ist eben dieses Bewusstsein nicht vorhanden, weil sich nach wie vor diverse Vorurteile gegenüber Recyclingpapier halten:

  • Frischfaserpapier ist günstiger als Recycling Papier
  • Recyceltes Papier ist nicht kopierfähig und schadet Kopiermaschinen
  • Recycling Papier lässt sich nicht archivieren
  • Altpapier kann kein hochwertiges Papier ergeben und die Papierfasern sind zu kurz
  • Gewünschte Produkte gibt es nicht in Recycling Papier

So aber sieht die Wirklichkeit aus:

Das wichtigste Argument für viele Verbraucher ist der Preis und bereits da kann Recyclingpapier mit klaren Argumenten überzeugen. Denn laut verschiedenen Studien ist Recycling Papier in größeren Mengen ganze 10 bis 15 Prozent billiger als neues Papier ähnlicher Qualität. Ein Beispiel liefert die Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen, wo allein beim Toilettenpapier der Umstieg auf Recyclingprodukte schon im Jahr 1996 ganze 27.000 DM einsparte.

Des Weiteren hält sich nach wie vor hartnäckig das Vorurteil, das Recycling Papier nicht kopierfähig sei, die Trommeln und Walzen der Maschinen zu stark abnutze und außerdem Staub in den Kopierern verteile. Tatsächlich jedoch stellte das Bundesamt für Materialprüfung längst fest, dass Recyclingpapier in Sachen Kopierbarkeit Frischfaserpapier in nichts nachsteht. Weder verteilt sich Staub noch bedarf es zusätzlichen Toner wegen des eventuellen Graustichs.

Was die Archivierbarkeit betrifft, so testete das Bundesamt für Materialprüfung verschiedene Recycling-Papiere auf ihre Altersbeständigkeit. Daraus ergab sich die Einhaltung der Klasse LDK-6-70 DIN 6738, was bedeutet, dass das Papier mehrere hundert Jahre beständig ist.

Auch hinsichtlich der optischen Qualität lassen sich Altpapiere durch Reinigung und Deinking (Entfernung der Farben) inzwischen derart qualitativ aufbereiten, dass Recycling Papier den Anforderungen von grafischem Papier gerecht werden kann.

Die Einsatzmöglichkeiten sind unbegrenzt

Der Vorwurf, Recyclingpapier käme nur für ganz bestimmte Produkte infrage, ist ebenfalls nicht gerechtfertigt. Tatsächlich werden inzwischen nahezu alle Papierprodukte auch aus recycelten Ressourcen hergestellt. Das heißt also, auch bei Geschenkpapier, Umschlägen, Schulheften, Kalendern und verschiedenen Geschäftspapieren finden sich entsprechende Artikel.

Im Angebot von allbranded findet Sie im Übrigen bereits eine gut sortierte Palette entsprechender Artikel für verschiedene Ansprüche. So gibt es beispielsweise Papiertaschen, Haftnotizblöcke, Notizbücher, Schreibblöcke, Kalender und sogar Stifte aus der recycelten Ressource. Alle allbranded Werbeartikel lassen sich zudem individualisieren, sodass Sie diese an Kunden für den privaten Gebrauch oder in Form von Werbepräsenten für den geschäftlichen Bereich verschenken können. Gerade der Aspekt der Nachhaltigkeit spricht für diese Artikel und nicht nur der Kunde wird es Ihnen danken, sondern auch die Umwelt.

Die Vorteile von Recyclingpapier im Überblick

Um sich die Wahl für Recyclingpapier noch einmal etwas einfacher zu machen, sollten Sie sich die vielen Vorteile noch einmal genau vor Augen führen. Wohl bemerkt stehen die folgenden Fakten noch hinter dem Aspekt, dass Recyclingprodukte schlichtweg kostengünstiger sind.

  1. Recyceltes Papier steht Frischfaserpapier in der Qualität in nichts nach. Moderne Technologien ermöglichen längst solch ausgereifte Prozesse, dass die Belastbarkeit, die Leistungsfähigkeit und die Weiße absolut dem gängigen Standard entsprechen.
  2. Es schützt die Umwelt. Es liegt zwar auf der Hand, doch sollte es stets mit erwähnt werden. Besteht ein Bogen Papier zu 100% aus Altpapier, heißt das logischerweise, dass dafür kein Baum extra gerodet werden musste und die Umwelt nachhaltig geschützt wird. In der großen Summe bedeutet das einen Schutz ganzer Wälder und Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten.
  3. Es kommt unserer Gesundheit zugute. Die Herstellung von Recyclingpapier geschieht in den allermeisten Fällen ohne schädliche Chemikalien und Zusätze. Entsprechende Zertifikate geben darüber Aufschluss. Außerdem entsteht beim Recyceln generell bis zu 20 Prozent weniger CO2 als bei der Herstellung von neuem Papier.
  4. Recycling spart Energie und Müll. In der Endrechnung ergibt Recycling Papier eine um 60 Prozent verbesserte Energiebilanz. Das heißt, normales Papier benötigt bei der Fertigung und Verbrennung mehr als doppelt so viel an Energie. Dazu kommt außerdem, dass sich Papierfasern fünf- bis sechsmal recyceln lassen. Somit entsteht letztlich viel weniger Müll, durch die erneute Nutzung von Altpapier.
  5. Es spart sogar Wasser. Den wenigsten ist bewusst, dass die Papierherstellung viel Wasser bedarf und das Einsparpotenzial riesig ist. Für eine Tonne Recyclingpapier etwa braucht es 30.000 Liter weniger Wasser als für Frischfaserpapier, was einem reduzierten Wasserverbrauch von ganzen 70 Prozent entspricht.

 

Ein blauer Engel verdient vollstes Vertrauen

Wie bei vielen Produkten, die für Nachhaltigkeit, fairen Handel oder Bio-Charakter stehen, gibt es auch für Recyclingpapier verschiedene Label und Siegel. Als Verbraucher lohnt es also, hier eine gewisse Übersicht zu haben. Denn tatsächlich stehen nicht alle Siegel gleichermaßen für all die erwähnten Vorteile.

Das bedeutendste Umweltzeichen in dieser Hinsicht ist der Blaue Engel. An der Vergabe des Siegels sind unter anderem das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und das Umweltbundesamt beteiligt. Den Blauen Engel gibt es für verschiedene Produktarten, so wird das Siegel neben Papier auch für Elektrogeräte, Software, Bauprodukte oder Reinigungsmittel vergeben. Handelt es sich um Papier mit diesem Zeichen, so garantiert der Engel, dass zu 100 Prozent recyceltes Altpapier verwendet wurde. Das Siegel gewährleistet darüber hinaus eine chlorfreie Bleiche sowie die Einhaltung Schadstoffgrenzen. Der Weißegrad von Papier mit dem Blauen Engel liegt zwischen 60 und 90 Prozent, insofern kommt es für alle möglichen Produkte infrage.

Bei anderen Siegeln genau hinschauen

Tatsächlich in der Ökobilanz noch höher als der Blaue Engel steht das sogenannte Umweltschutzpapier (UWS). Bei diesem wird für den Recycling Prozess auf De-Inking und Bleichen verzichtet. Daher kommt es nur für bestimmte Zwecke zum Einsatz und findet sich eher in gut sortierten Sortimenten beispielsweise in Bioläden. Erkennbar ist UWS am gleichnamigen Schriftzug als Markenzeichen. Ebenfalls für 100 Prozent Recyclingpapier steht das Siegel ÖKOPAplus. Auch hier wird auf De-Inking und Bleiche verzichtet und stattdessen durch Leim auf der Oberfläche ein umweltschonendes Weiß erreicht. Qualitativ gleicht es damit weißem Papier aus neuer Herstellung. Neben diesen durchweg vertrauensvollen Siegeln gibt es wie erwähnt allerdings auch bedenkliche Vertreter:

  • Aqua Pro Natura wirbt mit Verzicht auf Tropenholz und verzichtet dabei ebenso auf Recyclingpapier
  • „hergestellt aus 100% Altpapier“ oder „chlorfrei gebleicht“ finden sich teilweise einzeln als Pseudo-Siegel auf Papierbögen, bleiben für sich allerdings weiteren Informationen über die jeweils anderen Aspekte schuldig und stehen nur bedingt für Recyclingpapier.

Fazit

Während also über das Jahr hinweg unzählige Mengen von Papier gekauft, verbraucht und natürlich auch weggeworfen werden, liegt es auf der Hand, dass Ressourcen möglichst gespart werden sollten. Genau das bietet Recyclingpapier. Dank moderner Technologie lassen sich Papierfasern bis zu sechsmal recyceln, was in der großen Summe den Schutz ganzer Wälder bewirken kann, Jedoch fehlt es nach wie vor vielfach an Bewusstsein für diese Möglichkeiten, weshalb weiterhin Massen an Frischfaserpapier produziert werden. Dabei bietet Recyclingpapier vom günstigeren Preis über die gesparte Energie und Wasser bis hin zur optimalen Qualität durchweg Vorteile. Wer diese nutzen und dabei einen grünen Fußabdruck hinterlassen möchte, ist mit den Siegeln Blauer Engel, UWS oder ÖKOPAplus am besten beraten. Im Vergleich zu einigen fragwürdigen Institutionen garantieren diese 100% recyceltes Altpapier, umweltschonende Prozesse und den Verzicht von schädlichen Chemikalien. Dabei spielt es für Verbraucher inzwischen keinerlei Rolle, welche Produktarten sie im Auge haben. Denn Recyclingpapier findet sich sowohl in Form von Kopierpapier als auch bei Geschenkpapier, Kalendern, Notizbüchern sowie vielfach bei Verpackungen.